MAK3224 0 Schweden 150Nach einem Fünffachsieg in der RC2-Kategorie bei der Rallye Monte-Carlo bewies der Citroën C3 R5 seine Stärke auch bei der Rallye Schweden, wo Mads Østberg und Torstein Eriksen die WRC2-Klasse dominierten. J. Huttunen/M. Lukka, Hyundai i20 R5 (WRC3) fuhr den Gesamtsieg ein.

 

Spike-Reifen

GM202002 315 0 350Nach einigen Wochen mit ungewöhnlich warmen Temperaturen und ausbleibendem Schnee konnte die Rallye Schweden dank dem Engagement der Veranstalter zwar stattfinden, die Länge wurde jedoch auf neun Wertungsprüfungen über insgesamt 148 Wettbewerbskilometer verkürzt. Da die Prüfungen mehrfach befahren wurden und der Schotter durch die dünne Eisschicht brach, kam es vor allem darauf an, sich die Spike-Reifen auf den Wertungsprüfungen richtig einzuteilen. Trotz der extrem schwierigen Bedingungen erwies sich der Citroën C3 R5 sowohl als schnell wie auch als zuverlässig auf den verschiedenen Belägen. Durch die verstärkte Unterstützung des Kundensport-Programms hatte sich Citroën Racing mit zwei Testtagen intensiv auf die Winterrallye vorbereitet.

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Mads Østberg nutzte bei seinem 14. Start in Schweden seine Erfahrung und übernahm mit einer Bestzeit auf der zweiten Prüfung die Führung in der WRC2-Kategorie. Mit weiteren sechs Bestzeiten feierte der Norweger den zweiten Saisonsieg nach der Rallye Monte-Carlo und baute seinen Tabellenvorsprung weiter aus.

Ford noch nicht in der Spur

M-Sport Ford belegt bei schwieriger Rallye Schweden die Plätze fünf und acht

  • Esapekka Lappi/Janne Ferm verpassen Podestplatz um 12,2 Sekunden und lassen sich als Fünftschnellste der "Power Stage" einen zusätzlichen WM-Punkt gutschreiben
  • Teemu Suninen/Jarmo Lethinen büßten mit ihrem Fiesta WRC als erstes Fahrzeug auf den Samstags-Prüfungen Zeit ein
  • Winter-Rallye in Schweden musste mangels Schnee auf den Strecken auf nur noch neun Wertungsprüfungen verkürzt werden

Esapekka Lappi und Beifahrer Janne Ferm haben die WM-Rallye Schweden mit ihrem M-Sport Ford Fiesta WRC auf dem fünften Platz beendet. Die Finnen setzten sich beim zweiten Saisonlauf, der aufgrund Schneemangels im Värmland auf nur neun Wertungsprüfungen (WP) stark verkürzt ausgetragen wurde, gegen den Rallye Monte-Carlo-Sieger Thierry Neuville durch. Dabei konnten sie die Abstimmung ihres rund 390 PS starken und auf Spike-Reifen rollenden Turbo-Allradlers von Etappe zu Etappe weiter verbessern. Mit der fünftschnellsten Zeit auf der abschließenden "Power Stage" sicherte sich Lappi einen zusätzlichen WM-Punkt. Teemu Suninen/Jarmo Lehtinen belegten mit dem zweiten Fiesta WRC von M-Sport Ford, der auf dem in Köln-Niehl produzierten Kleinwagen basiert, unbedrängt den achten Rang. Kurz nach seinem 26. Geburtstag hatte Suninen, der im vergangenen Jahr die Rallye Schweden zum Teil anführen konnte, bereits beim "Shake Down", dem offiziellen Test vor Beginn der Veranstaltung, einen Dreher hingelegt und hierdurch etwas Selbstvertrauen verloren. Zudem musste er auf den Wertungsprüfungen des Samstags, die eher an Schotterpisten erinnerten, jeweils als Erster auf die Strecke und wurde auch hiervon benachteiligt.

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Stimmen

Didier Clément, Kundensport-Manager von Citroën Racing

„Zunächst möchte ich den Veranstaltern meine Anerkennung aussprechen. Sie haben eine fantastische Arbeit geleistet und sich sehr darum bemüht, dass die Rallye stattfinden konnte. Dennoch waren die Bedingungen sehr schwierig, aber Mads und Torstein konnten sich aus allen Schwierigkeiten heraushalten. Sie bewältigten diese Herausforderung mit großer Intelligenz in einem C3 R5, der seit seinem ersten Einsatz in Schweden im vergangenen Jahr unbestreitbar Fortschritte gemacht hat. Dieser zweite Sieg in Folge ist der ideale Start in unser WRC2-Programm. Wir werden alles daran setzen so weiterzumachen, denn unser Ziel ist es, dass Mads mit dem C3 R5 den Titel gewinnt.“

Mads Østberg

„Es war keine typische Rallye Schweden, denn am Ende gab es viel Schotter und so gut wie keinen Schnee, aber wir haben uns an die Bedingungen angepasst und eine gute Leistung gezeigt. Ich wusste, dass das Niveau sehr hoch sein würde, mit vielen sehr guten skandinavischen Fahrern. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Auto hat auf diesen Etappen im Vergleich zum Vorjahr einen großen Schritt nach vorne gemacht, auch das ist sehr positiv. Wir werden jetzt die lange Pause bis zur Rallye Portugal nutzen, um weiter hart daran zu arbeiten, den C3 R5 noch schneller zu machen und den Schwung zu erhalten.“

Esapekka Lappi / Janne Ferm (Ford Fiesta WRC, Startnummer 4); Platz: 5; WM-Rang: 5.

"Unsere Vorstellung hier in Schweden war ganz ok", erklärt Lappi. "Wir sind noch nicht ganz da, wo wir hin wollen, denn ich möchte natürlich um Podiumsplätze kämpfen - aber es fehlt nicht mehr viel und wir kommen immer näher an die Spitze heran. Speziell am Samstag haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht, da war unser Tempo schon sehr gut. Dies gibt mir vor der Rallye Mexiko etwas Rückenwind. Es geht in die richtige Richtung, wir sind optimistisch."

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Ausblick

Der nächste WM-Einsatz für Mads Østberg und Torstein Eriksen ist die Rallye Portugal (21.–24. Mai), dort werden sie ein starkes Feld von Citroën C3 R5 anführen, am Start sind Yohan Rossel, Nicolas Ciamin und der bolivianische Nachwuchsfahrer Marquito Bulacia. Zuvor, bei der Rallye Mexiko (12.–15. März) gibt Bulacia sein Debüt in der WRC3-Kategorie und bestreitet auch die folgende Rallye Argentinien (23.–26. April).

Ergebnis Rallye Schweden (RC2)

  1. J. Huttunen/M. Lukka, Hyundai i20 R5 (WRC3), 1:15.46,1 Std.
  2. E. Lindholm/M. Korhonen, Škoda Fabia R5 (WRC3), +5 Sek.
  3. M. Østberg/T. Eriksen, Citroën C3 R5 (WRC2), +7 Sek.
  4. O. Veiby/J. Andersson, Hyundai i20 R5 (WRC2), +30,4 Sek.
  5. J. Kristoffersson/S. Skjærmoen, Volkswagen Polo R5 (WRC3), +31,3 Sek.

Stand WRC2

  1. M. Østberg, 50 Punkte
  2. A. Formaux, 30
  3. N. Gryazin, 23
  4. A. Yates, 22
  5. O. Veiby, 18

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Fotos © 2019 - 2020 Citroën  Presse, Ford Presse

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