Jan Seyffarth mit souveränem Sieg beim Heimspiel

Stuttgart.. In der Motorsport Arena Oschersleben siegte der 23-jährige Pilot von tolimit/Seyffarth-Motorsport, der aus dem 100 Kilometer südlich von Oschersleben gelegenen Querfurt kommt, mit mehr als dreieinhalb Sekunden Vorsprung. Nach dem Start verlor er die Spitzenposition zwar kurzzeitig an den neben ihm stehenden Thomas Jäger (München, MS Racing PZ Hamburg Nord-West), eroberte die Führung jedoch wenige Sekunden später zurück. Mit einem fehlerfreien Lauf über 22 Runden wurde der ehemalige Porsche-Junior nach 34:14.062 Minuten als Erster abgewinkt und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung des renommierten Carrera Cup weiter aus.

Hinter dem Laufsieger sah der Ex-DTM-Pilot Thomas Jäger die Zielflagge als ungefährdeter Zweitplatzierter. Nach einem sehr guten Start war der 32-jährige in Führung liegende Münchner durch eine Berührung mit Seyffarth kurz von der Strecke abgekommen, wurde dabei von Robert Renauer (Jedenhofen, Farnbacher Racing) überholt und reihte sich wieder als Dritter ein. In der zehnten Rennrunde eroberte sich Jäger jedoch den zweiten Rang zurück und hielt diesen mit einer souveränen Leistung bis zum Überqueren des Zielstrichs. Ab dem letzten Drittel des Wertungslaufs entwickelte sich ein spannender Kampf um den dritten Podiumsplatz.

Jeroen Bleekemolen (Niederlande, ARAXA RACING PZ Reutlingen) und Sebastian Asch (Ammerbuch, Schnabl Eningeering PZ Niederrhein) schlossen auf den auf Rang drei fahrenden Renauer auf und setzten diesen bis zum allerletzten Umlauf unter Druck. Immer wieder gingen die Drei in ihren Porsche 911 GT3 Cup zusammen in die Kurve und setzten sich auf den Geraden nebeneinander. Am Ende verteidigte der 24-jährige Renauer seinen Podiumsplatz mit einer tollen Leistung und feierte sein bestes Saisonergebnis. Bleekemolen, der amtierende Champion des Porsche-Mobil1-Supercup, musste sich mit dem vierten Rang zufrieden geben. Der Youngster Asch wurde Fünfter und platzierte sich damit nach Zandvoort zum zweiten Mal mit seinem 420 PS starken Cup-Porsche unter den besten Fünf.

Jan Seyffarth (Sieger): „Ich bin extrem glücklich über den Sieg. Im Porsche habe ich mein Heimrennen noch nie für mich entscheiden können. Endlich hat es geklappt! Die Berührung mit Thomas tut mir sehr leid. Verhindern konnte ich sie einfach nicht, da ich so schnell aus der Kurve gekommen bin. Ich habe dafür eine Verwarnung bekommen und mit Thomas darüber gesprochen. Im Motorsport kommt so etwas vor.“

Thomas Jäger (Zweiter): „Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Nach dem Erlöschen der Startampel hatte ich einen sensationellen Start, war dann in Führung und bin durch die Berührung mit allen vier Rädern in der Wiese gestanden. Zum Glück, bin ich nicht abgeflogen. Als ich dann wieder auf Platz drei reingekommen bin, musste ich mir einige Runden lang meine Reifen vom Dreck frei fahren. Danach konnte ich aber erneut zulegen und wieder nach vorne fahren. Meine Rundenzeiten waren sehr konstant und ich hatte ein perfekt vorbereitetes Fahrzeug.“

Robert Renauer (Dritter): „Am Anfang lief es richtig gut. Ich hatte einen super Start und konnte das Tempo an der Spitze gut mitgehen. Ab der achten Runde kämpfte ich mit abbauenden Reifen. Thomas konnte ich nicht hinter mir halten, er war schneller und ich musste ihn vorbeiziehen lassen. Am Ende wurde es dann mit Jeroen und Sebastian noch einmal extrem knapp. Jeroen war zugegeben schneller als ich, aber nachdem wir nur noch wenige Runden hatten, tat ich alles, um den Podiumsplatz zu verteidigen. Das ist mir gelungen. So kann es weitergehen!“

Der Fernsehsender DSF strahlt eine Zusammenfassung des fünften Wertungslaufs in der Sendung „Motorsportmagazin“ am Sonntagabend (2. August). Außerdem zeigt N-TV in der Sendung „Speed“ die Highlights aus Zandvoort am Dienstag (4. August).

Rennergebnis:

 Jan Seyffarth (D), tolimit/Seyffarth Motorsport, 34:14.062 Minuten

Thomas Jäger (D), MS Racing PZ Hamburg Nord-West, + 3.510 Sekunden

Robert Renauer (D), Farnbacher Racing, + 9.751

Jeroen Bleekemolen (NL), ARAXA RACING PZ Reutlingen, + 9.982

Sebastian Asch (D), Schnabl Engineering PZ Niederrhein, + 10.364

Fahrerwertung nach vier von neun Wertungsläufen:

1. Jan Seyffarth (D), 88 Punkte

2. Thomas Jäger (D), 84 Punkte

3. Jeroen Bleekemolen (NL), 73 Punkte

4. Nicki Thiim (DK), 60 Punkte

5. Robert Renauer (D), 53 Punkte