Porsche 150Letzter Werkseinsatz beim Petit Le Mans, Road Atlanta/USA. 13 Siege, 34 Podestplätze, Titel in der FIA World Endurance Championship und der IMSA WeatherTech SportsCar Series sowie Triumphe bei den großen Klassikern in Le Mans, Sebring und auf der Road Atlanta – das ist die beeindruckende Bilanz des Porsche 911 RSR (2017) nach seinem 50. und letzten Werkseinsatz.

 

Erfolgsgeschichte Porsche 911 RSR

4M16 251913 Siege, 34 Podestplätze, Titel in der FIA World Endurance Championship und der IMSA WeatherTech SportsCar Series sowie Triumphe bei den großen Klassikern in Le Mans, Sebring und auf der Road Atlanta – das ist die beeindruckende Bilanz des Porsche 911 RSR (2017) nach seinem 50. und letzten Werkseinsatz. Der rund 510 PS starke Rennwagen nach GTE-Reglement (USA: GTLM) geht als eines der erfolgreichsten Fahrzeuge in die Geschichte von Porsche Motorsport ein. Sein Nachfolger steht bereits in den Startlöchern und kommt ab Januar 2020 auch in Nordamerika zum Einsatz.

Konzeptumstellung als Basis für große Erfolge

Als Porsche den 911 RSR, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS* basiert, im Herbst 2016 auf der Los Angeles Auto Show präsentiert, gerät die Fachwelt ins Staunen. Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart zeigt ein kompromissloses Rennfahrzeug, rückt dabei vom traditionsreichen Heckmotorkonzept ab.

„Durch die Positionierung des Antriebs vor der Hinterachse, haben wir am Heck neuen Raum für den wichtigen Diffusor geschaffen. Außerdem ging damit eine Verbesserung der Gewichtsverteilung einher. Diese Faktoren haben nicht nur das Auto schneller gemacht, sondern auch für eine optimierte Reifennutzung gesorgt“, erklärt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter Werksmotorsport. „Das neue Konzept war mutig, hat sich aber absolut ausgezahlt“, sagt Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport.

Der Porsche 911 RSR in der Weltmeisterschaft

Bereits in seiner Debütsaison 2017 wird das enorme Potenzial des Porsche 911 RSR deutlich. In den neun Rennen des Jahres der FIA WEC fahren die Werkspiloten in den Startnummern 91 und 92 insgesamt neun Podestplätze ein. Dem Österreicher Richard Lietz und seinem französischen Kollegen Frédéric Makowiecki fehlen am Ende der Saison als Zweitplatzierte der Fahrermeisterschaft nur acht Zähler zum Titelgewinn. Der „Super Season“ der FIA WEC in den Jahren 2018/2019 drückt der Porsche 911 RSR dann seinen Stempel auf.

Nach einem Podesterfolg zum Auftakt in Spa-Francorchamps (Belgien) stemmt Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans 2018 den größten GT-Werkseinsatz in seiner Geschichte. Vier Werksautos treten beim Klassiker in Frankreich an, zwei davon in historischen Designs. Die Autos in der an den Rothmans-Look der 1980er-Jahre angelehnten Beklebung (Startnummer 91) und im „Pink Pig“-Design (Nummer 92) erobern sofort die Herzen der Fans. Diese beiden Fahrzeuge sind es, die auch das Geschehen auf der Strecke bestimmen. In 3:47,504 Minuten stellt Gianmaria Bruni (Italien) in der Nummer 91 im Qualifying einen beeindruckenden neuen Rundenrekord für GTE-Fahrzeuge auf. Im Rennen setzt sich das Schwesterauto durch. Michael Christensen (Dänemark), Kevin Estre (Frankreich) und Laurens Vanthoor (Belgien) siegen vor ihren Werksfahrerkollegen Lietz, Bruni und Makowiecki. Porsche übernimmt durch den Le-Mans-Triumph die Führung in allen GT-Meisterschaftswertungen und gibt diese nicht mehr ab. Auf dem Weg zum Gewinn der Weltmeisterschaft siegt der Porsche 911 RSR auch beim Sechs-Stunden-Rennen in Fuji (Japan) und im Lauf über 1.000 Meilen in Sebring (USA).

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Siegeszug in den USA

Am 28./29. Januar 2017 stellt sich der damals brandneue Porsche 911 RSR erstmals der Konkurrenz. Die Rennpremiere ist gleich eine harte Bewährungsprobe: Das 24-Stunden-Rennen in Daytona (2017). Der 911 RSR meistert diese mit Bravour. Das rund 510 PS starke Fahrzeug agiert über die gesamte Distanz im Spitzenfeld. Patrick Pilet (Frankreich), Dirk Werner (Würzburg) und Makowiecki überqueren die Ziellinie nach 24 Stunden mit einem Rückstand von nur 2,988 Sekunden auf dem zweiten Platz. Allen Beobachtern wird sofort klar: Der Porsche 911 RSR ist ein Titelkandidat. Dies unterstreichen die Fahrerpaarungen Pilet/Werner und Vanthoor/Bruni im Juli 2017 mit einem Doppelerfolg in Lime Rock (USA) und mit dem Gewinn des North America Endurance Cup.

In der Saison 2018 folgen Siege bei den großen Klassikern in Sebring und auf der Road Atlanta („Petit Le Mans“) sowie im Sprintrennen in Mid-Ohio. Die Erfolge stellen klar: Der Porsche 911 RSR ist nun reif für Titel. Und genau diese folgen im Jahr 2019. Porsche gelingen im harten Wettbewerbsumfeld der GTLM-Klasse sechs Saisonsiege, darunter Triumphe bei den Langstreckenklassikern in Watkins Glen und Sebring sowie beim spektakulären Sprint in den Straßen von Long Beach vor den Toren von Los Angeles. Das Porsche GT Team feiert fünf Siege in Folge – ein neuer Rekord in der GTLM-Kategorie.

Der krönende Abschluss einer höchst erfolgreichen Saison bildet im Oktober 2019 der letzte Renneinsatz des Erfolgsrenners 911 RSR beim Petit Le Mans im geschichtsträchtigen Design des Getränkegiganten Coca-Cola. Mit den Plätzen fünf und sechs sichert sich Porsche souverän den Hersteller- und Teamtitel. Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor bezwingen ihre Werksfahrerkollegen Patrick Pilet und Nick Tandy (Großbritannien) im Duell um die Fahrermeisterschaft. Die beeindruckende Gesamtbilanz des Porsche 911 RSR in der nordamerikanischen Sportwagenserie: zehn Siege und 15 Podestplätze in 33 Rennen.

* 911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km; CO2-Emission 291 g/km


Fazit

Porsche ist ein Sportwagenhersteller und definiert sich natürlich immer auch durch den Motorsport. Doch die Elektromobilität geht nicht spurlos an der Zuffenhausener Sportwagenmiede vorbei. Der Porsche Taycan ist in den Startblöcke. Vielleicht bekommen wir ihn am Freitag live zu sehen. Auch der Motorsport wird für Porsche elektrisch. Formel E ist eine extrem starke Serie, in der Porsche ganz oben mitmischen will.

Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den Porsche Cayman GT4, den wir am Freitag abholen. Ein echter Sportler, der eigentlich auf den Nürburgring müsste…

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Fotos © Porsche Presse, Redaktionsbüro Kebschull