IMG 0964 NOWuNEXT 150Unter Strom: Mercedes-Benz Trucks präsentiert mit vollelektrischen Fahrzeugen innovative Lösungen für die Energiewende im Straßengüterverkehr. „Bei Mercedes-Benz Lkw arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Straßengüter-Transport lokal CO2-neutral zu machen", so Karin Rådström, Vorstandsmitglied der Daimler Truck AG.

 

Zukunft: Elektrisch, Wasserstoff – oder beides?

Mit gleich mehreren Fahrzeug-Neuheiten hat sich heute Mercedes-Benz Lkw der Öffentlichkeit präsentiert. Im Fokus stand dabei insbesondere die Elektrifizierung des Produkt-Portfolios. Das Unternehmen bekennt sich damit zum Pariser Klimaabkommen, also zur Dekarbonisierung der Branche. Ein CO2-neutraler Transport auf den Straßen bis 2050 ist das ultimative Ziel.

1 MG 4800 eActros„Bei Mercedes-Benz Lkw arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Straßengüter-Transport lokal CO2-neutral zu machen. 2030 wollen wir in Europa mehr elektrische Lkw verkaufen als nicht-elektrische“, gibt Karin Rådström, Vorstandsmitglied der Daimler Truck AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Trucks, beim Event „Shaping the Now & Next 2021“ als Ziel für die nächsten Jahre aus. „Um das zu schaffen, gibt es nicht die eine perfekte Lösung, keinen Königsweg. Mit Blick auf die vielen unterschiedlichen Anwendungsfälle unserer Kunden folgen wir einer Doppelstrategie – wir entwickeln batterie-elektrische und wasserstoffbetriebene Lkw. Aber es gibt noch viel mehr zu tun – sowohl in Sachen Infrastruktur als auch mit Blick auf verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen.“

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Ab 2027 kommt der GenH2 Truck

Bereits komplett elektrifiziert und lokal CO2-neutral sind der erst im Juni 2021 vorgestellte und ab Oktober 2021 in Wörth in Serie produzierte eActros für den schweren Verteilerverkehr sowie der in der zweiten Jahreshälfte 2022 folgende eEconic für den Kommunaleinsatz. Aktuell laufen noch intensive Versuchsreihen, bevor der eEconic dann in einem nächsten Schritt in die Praxiserprobung bei Kunden geht. Die zentralen technischen Spezifikationen sind mit denen des eActros weitgehend identisch, der eEconic soll als Abfallsammelfahrzeug die große Mehrheit der Econic-typischen Abfallsammelrouten ohne Zwischenladen abdecken. Bereits vor dem Start der Serienfertigung hat ein im Entsorgungsbereich in Dänemark tätiges Unternehmen elf eEconic bestellt. Für 2024 ist die Serienreife für den ebenfalls batterieelektrische eActros LongHaul geplant, und 2027 sollen erste Serienfahrzeuge des GenH2 Truck mit wasserstoffbasiertem Brennstoffzellen-Antrieb an Kunden übergeben werden. Beide Fahrzeuge ermöglichen dann auch im Fernverkehr den lokal CO2-neutralen Straßengütertransport.

 MG 4819 Andreas von Wallfeld h 250„Mit und für unsere Kunden die perfekte Lösung zu finden, war für mich schon immer etwas Besonderes – denn jeder Kunde hat individuelle Bedürfnisse und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt“, betont Andreas von Wallfeld, Leiter Vertrieb, Marketing & Services Mercedes-Benz Lkw. „Um echte Partner zu sein, tun wir vor allem zwei Dinge: Erstens hören wir genau zu, was unsere Kunden uns sagen. Zweitens entwickeln wir unsere Lkw – ob klassischer Diesel oder elektrifiziert – und Dienstleistungen so, dass sie dem einen Zweck dienen: zum Erfolg unserer Kunden beizutragen.“

Beim Mercedes-Benz Trucks-Event „Shaping the Now & Next 2021“ informierte der Hersteller nicht nur über vollelektrische Fahrzeuge, sondern stellte auch Beratungsdienstleistungen wie das eConsulting sowie strategische Partnerschaften rund um Themen wie Flottenintegration, Ladeinfrastruktur und Netzanbindung vor. Zudem zeigte Mercedes-Benz Trucks seine neuesten Modelle aus dem klassischen Diesel-Segment wie Actros F, Actros L und Edition 2.

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Kommentar

 MG 4295 h 250Wir beschäftigen uns seit über vier Jahren intensiv mit dem Thema Elektromobilität. Vom VW e-up! bis Porsche Taycan Turbo alles gefahren. Auch die eNutztfahrzeuge eSprinter und Fuso eCanter haben wir getestet. Jetzt also eine Nummer größer - der eActros oder doch der H2Truck? Oder beide?

Wo die Reise hingeht, wissen auch die beide Daimler Chefs Karin Rådström und Andreas von Wallfeld nicht. Denn die Kunden entscheiden, ob sie auf Elektromobilität oder Wasserstoff setzten – oder auf beides. Daimer Trucks ist vorbereitet – und das ist gut so.

Es bleibt spannend. In den nächsten Tagen gibt es noch einen Beitrag zu dem Thema, denn wir sind natürlich den Fuso eCanter gefahren und waren mit an Bord vom H2 Truck. Am Rande erwähnt, den Wasserstoff Bus sind wir schon 2007 in Papenburg gefahren Future Transportation.

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