IMG 5626 Peugeot 508 150Seit dem Ausbruch der Covid-19-Gesundheitskrise arbeitet die Groupe PSA daran, die Gesundheit der Beschäftigten und die Nachhaltigkeit des Unternehmens zu schützen. Groupe PSA setzt verstärkte Gesundheitsmaßnahmen um und schafft damit Voraussetzungen für eine sichere und schrittweise Wiederaufnahme der Fertigung.

 

Wie geht es weiter?

Zudem unterstützt das Unternehmen die Gesellschaft mit Initiativen wie der umfangreichen Spende von Masken oder der Bereitstellung von Fahrzeugen für Pflegekräfte.

Das Executive Committee der Groupe PSA hat bereits frühzeitig zahlreiche Maßnahmen ergriffen. So arbeiten Mitarbeiter nach Möglichkeit mobil von zuhause aus. Bei Tätigkeiten, die eine Präsenz am Arbeitsplatz erfordern, greifen Schutzmaßnahmen, die über die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden hinausgehen. Daher können die zentralen Warenverteilzentren der Groupe PSA weiterhin ihre wichtige Aufgabe erfüllen, die Wartung und damit die Mobilität von Fahrzeugen aufrechtzuerhalten. Das ist insbesondere für die Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln sowie für die Mobilität von Pflegepersonal und Menschen in ländlichen Gebieten wichtig.

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Verstärkung von Hygienemaßnahmen

IMG 3387 h 250Auf dieser Grundlage wurde mit Unterstützung von Medizinern ein noch strengeres Gesundheitsprotokoll zur Verstärkung von Hygienemaßnahmen definiert, das in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen des Unternehmens angewendet wird: Im Handel, der Produktion und der Verwaltung (einschließlich Forschung und Entwicklung).

Dieses Gesundheitsprotokoll sieht beispielsweise vor, dass Mitarbeiter ihre Körpertemperatur regelmäßig messen und sie am Arbeitsplatz täglich mit neuen Masken versorgt werden. Zudem sind Mindestabstände zwischen einzelnen Personen in Besprechungsräumen, an jedem Arbeitsbereich im Werk oder in Pausenzonen auf dem Boden markiert und müssen beachtet werden.

Türen (außer Brandschutztüren) bleiben darüber hinaus stets geöffnet, um den Kontakt mit den Griffen zu vermeiden und Werkzeuge sowie Arbeitsflächen werden alle 60 Minuten gereinigt und desinfiziert. Die Wartezeit nach dem Austausch von Teilen (von Hand zu Hand) beträgt 3 Stunden, die Pausen werden um 5 Minuten verlängert, damit mehr Zeit zum Händewaschen bleibt. Zudem wurde beim Schichtwechsel eine Pause von 30 Minuten eingeführt, um zu vermeiden, dass die Teams sich begegnen. Darüber hinaus wurde an einigen Standorten die Zahl der internen Busse verdoppelt, um genügend Abstand zwischen den Passagieren im Bus zu garantieren.

Die Umsetzung der Maßnahmen findet in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern statt. Die vollständige Einhaltung wird durch festgelegte Verfahren regelmäßig kontrolliert.

Dies ermöglicht die Umsetzung verstärkter Maßnahmen unter Berücksichtigung der Vielfalt der Arbeitsumgebungen in den einzelnen Werken und schafft somit die Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Produktion. Der gleiche Prozess läuft gegenwärtig für das Vertriebsnetz und die Verwaltungsstandorte.

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Schrittweise und sichere Wiederaufnahme der Produktion

Ursprünglich hatte die Groupe PSA die Unterbrechung der Fertigung bis zum 27. März 2020 angekündigt. Derzeit wird im Rahmen des sozialen Dialogs ein Zeitplan für eine schrittweise und sichere Wiederaufnahme der Produktion festgelegt, der die weitere Entwicklung der Gesundheitskrise sowie die Wirkung der verstärkten Gesundheitsmaßnahmen an allen Standorten berücksichtigt. Auf der Grundlage des Prinzips „Vorbereiten, Testen, Neustarten" wird das Unternehmen einen neuen Zeitplan für die europäischen Fahrzeug- und Komponentenwerke festlegen – und dabei auch die Fähigkeit der Lieferanten berücksichtigen, diese Anläufe zu begleiten.

Carlos Tavares, CEO der Groupe PSA, sagte: „Wir werden keine Kompromisse bei der Gesundheit unserer Mitarbeiter machen, damit der für den nachhaltigen Fortbestand des Unternehmens notwendige industrielle Neustart unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden kann. Ich habe volles Vertrauen in die Fähigkeit der Mitarbeiter der Groupe PSA, ihren Beitrag zu leisten, diese Krise zu überwinden. Unser Kampfgeist und unsere kollektive mentale Stärke sind Werte, die wir auch der Gesellschaft zur Verfügung stellen."

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Kommentar

Corona hat uns alle fest im Griff. Auch wir Journalisten sind betroffen. Die einen Hersteller sagen fest zugesagte Pressefahrzeuge ab, die anderen springen ein. Ich denke, wichtig ist vor allem, dass die Berichterstattung zum Thema Elektrofahrzeuge im Fokus bleiben muss.

Worüber nachgedacht werden muss, ob im Zeichen von Corona die CO2-Vorgaben für die Hersteller ausgesetzt werden können. Denn wenn ein Hersteller sowieso schon wegen Corona am Boden liegt, kann man ihm mit Strafzahlung noch den Todesstoß versetzen. Es drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe, wie die Automobilwoche bereits 2017 berichtet (s.a. Heise). auto-motor-sport spricht von 4,5 Mrd Euro allein für Volkswagen, die 2021 fällig werden. Die Rettung sind Plug-In-Hybride und Elektroautos (DS 3 CROSSBACK E-Tense).

Fazit von ams: "Sollten die Autohersteller 2021 tatsächlich wie prognostiziert insgesamt 14,655 Milliarden Strafzahlungen an die EU leisten müssen, wäre das die Quittung für ein zu langes Festhalten an Technologien."

Was könnte passieren? Da Deutschland der größte Nettozahler ist, könnte die Bundesregierung "Befehlsverweigerung" begehen. Das wäre faktisch das Ende der Europäischen Union. Wäre das dann ein German Exit = Gexit (British Exit = Brexit)?

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Fotos © 2019-2020 Redaktionsbüro Kebschull, © 2020 DS Automobiles

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